Ransomware

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Ransomware
(2015) Nach dem englischen Wort „Ransom“ (Lösegeld) benannte Klasse von krimineller Software, die Benutzerdateien eines Computers verschlüsselt und behauptet, die Dateien gegen Zahlung eines Lösegeldbetrages wieder zu entschlüsseln.
Es ist verhältnismäßig einfach, Opfer von Ransomware zu werden, da das ausführende Programm keine besonderen Rechte benötigt, sondern lediglich lesend und schreibend auf Benutzerdateien zugreifen dürfen muss. Diese Funktionalität wird bereits durch simple VBA-Makros in Microsoft-Word-Dateien geboten.
> Ausgefeiltere Ransomware-Programme mit weitergehenden Rechten werden oft von Benutzern installiert, die glauben, durch das zu installierende Programm besondere Vorteile zu haben, beispielsweise einen weniger langsamen Windows-Rechner, besseren Virenschutz oder erregendere Porno-Downloads. Nach Bestätigung der zu gewährenden Zugriffsrechte sind diese Programme in der Lage, Dateien unbemerkt vom Benutzer zu verschlüsseln, indem diese bei Zugriff transparent entschlüsselt werden, und so nach einer gewissen Zeit sämtliche Benutzerdaten zu kompromittieren. Nach Ablauf einer gewissen Frist schaltet sich der Entschlüsselungsteil der Ransomware ab und das Programm zeigt stattdessen eine Lösegeldforderung an.
Sicherheitsexperten empfehlen, auf diese Forderung nicht einzugehen, sondern stattdessen die Festplatten des Rechners zu löschen, das Betriebssystem und die Anwenderprogramme neu einzurichten und die durch die Ransomware vernichteten Daten aus dem letzten Backup wiedereinzuspielen.

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