E-Mail-Virus

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E-Mail-Virus
(1999) Die folgende Entwarnung gilt nicht für Anwender, die Mailsoftware der Firma Microsoft verwenden.
Programme wie „Microsoft Outlook“ oder „Microsoft Exchange“ sind meiner Meinung nach als hochgradig gefährlich einzustufen und sollten in privaten und kommerziellen Umgebungen nicht ohne weitere Sicherheitsmaßnahmen verwendet werden.

(1998) „Wenn Sie eine E-Mail mit dem Betreff 'Good Times' erhalten …“ So fangen sie an, diese gutgemeinten, aber völlig sinnlosen Warnungen vor Viren, die angeblich plötzlich und heimtückisch zuschlagen, wie die Spinne in der Yucca- Palme. E-Mails sind keine ausführbaren Programme. Wenn Sie ausführbare Programme (.EXE- oder .DOC-Dateien) auspacken und ausführen, die ihnen ein Unbekannter als Anlage gesendet hat, sind Sie selbst schuld. Durch das Lesen von Mails jedenfalls kann sich niemand einen Virus einfangen. Folgende Dateiendungen gelten unter Windows als potentiell gefährlich:
  • .EXE-Dateien: logisch.
  • .COM-Dateien: So hießen Programme früher.
  • .SCR-Dateien: Bildschirmschoner sind nichts anderes als .EXE-Dateien.
  • .DOT-Dateien: Winword-Vorlagendateien enthalten ausführbaren Code („Makros“) und bergen die derzeitig häufigste Virenform: Makroviren.
  • .DOC-Dateien: Winword startet die Makros einer .DOT-Datei auch, wenn man sie zur Tarnung in *.DOC umbenennt!
  • .XLS-Dateien: Excel-Dateien sind der neueste Renner, seitdem sich Virenschutzprogramme gegen Word-Makroviren immer mehr verbreiten.
  • .XLT-Dateien: Für .XLT/.XLS gilt der gleiche Zusammenhang wie bei .DOT/.DOC
Zudem können u.a. folgende Dateitypen „trojanische Pferde“ enthalten:
  • .HLP-Dateien: Windows-Hilfedateien dürfen quasi alles ausführen, was an Programmen auf einem Rechner vorhanden ist.
  • .PDF-Dateien: Adobe-Reader-Dateien können auch ausführbaren Code beinhalten.
  • .BAT-Dateien: Textdateien mit einer Liste von eventuell gefährlichen Programmaufrufen.
Öffnen Sie solche Anlagen nur, wenn Ihnen der Absender persönlich bekannt ist. Schließen Sie jedoch nicht aus der im Nachrichtenkopf stehenden E-Mail-Adresse auf den Absender. Diese Angabe läßt sich sehr leicht fälschen.
Da ausführbare Programme auch E-Mails versenden können, ist es natürlich auch möglich, dass sie sich als Attachment selbst versenden. Anwender des Mailprogramms Eudora können hier angeblich zum Verteiler eines Virus werden, der sich an alle Teilnehmer der Eudora-Adressliste des Anwenders versendet und vorweg einen Text, der vor dem Virus warnt und behauptet, die EXE-Datei im Anhang sei ein Schutzprogramm. Wer das Programm ausführt, startet eigenhändig den Virus. Siehe dazu auch die RedTeam-Warnung.

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